beidseitige Hypothesentests (GTR bzw. CAS)
Bei einem beidseitigen Hypothesentest (bzw. Signifikanztest) tritt ein Ereignis ein, das eher selten passieren sollte (z.B. würfelt man mit einem Würfel 100 Mal und es erscheint nur fünf Mal eine Sechs). Nun ist die große Frage: War das nur…
W.20.03 | beidseitige Hypothesentests (GTR bzw. CAS) – Rechenbeispiel 4
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Rechenbeispiele
Zu dieser Lerneinheit gibt es 6 gerechnete Beispiele mit Video.
Aufgabe 4
Eine Künstlerwerkstatt verkauft Pinsel aus eigener Herstellung. Damit der Pinsel optimal pinselt, sollte ein Drittel aller Pinselhaare von chilenischen Nacktschnecken stammen. Ein neidischer Konkurrent hat den Verdacht, dass die Angabe von einem Drittel nicht stimmt. Er zerlegt einen Pinsel und stellt fest: „Boah eh! Von 60 Haaren stammen 24 Haare von der chilenischen Nacktschnecke.“ Die interessante Frage ist nun jedoch, welche Aussage man daraus mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von höchstens 10% treffen kann.
Bei einem beidseitigen Hypothesentest (bzw. Signifikanztest) tritt ein Ereignis ein, das eher selten passieren sollte (z.B. würfelt man mit einem Würfel 100 Mal und es erscheint nur fünf Mal eine Sechs). Nun ist die große Frage: War das nur Zufall oder stimmt etwas nicht? (z.B. könnte der Würfel getürkt sein und nicht jedes sechte Mal eine Sechs werfen). Um die Frage zu beantworten erstellt man ein beidseitiges Konfidenzintervall und schaut, ob das Ereignis noch innerhalb dieses Intervalls liegt oder außerhalb. Liegt das Ereignis noch innerhalb des Konfidenzintervalls, so war´s wohl nur ein unglücklicher Zufall (Man nimmt die Hypothese, dass der Würfel in Ordnung sei, an. Diese Annahme heißt Nullhypothese). Liegt das Ereignis außerhalb des Konfidenzintervalls (also im sogenannten Ablehungsbereich), so stimmt etwas nicht (man verwirft die Hypothese, dass der Würfel in Ordnung sei und behauptet, er wäre getürkt).